Was Überschussladen bedeutet
Ihre Anlage produziert mittags oft mehr Strom, als das Haus gerade braucht. Ohne E-Auto fließt dieser Überschuss für wenige Cent ins Netz. Beim Überschussladen leitet die Wallbox genau diesen Strom ins Auto – und passt die Ladeleistung laufend an: Zieht eine Wolke auf, lädt das Auto langsamer. Kommt die Sonne raus, lädt es schneller.
Diese Komponenten brauchen Sie
- Eine PV-fähige Wallbox: Sie muss die Ladeleistung stufenlos regeln können.
- Einen Energiezähler oder Smart Meter: Er misst, wie viel Überschuss gerade verfügbar ist.
- Eine Steuerung: Entweder im Wechselrichter, in der Wallbox selbst oder über ein Energiemanagement-System.
Wichtig: Wallbox und Wechselrichter müssen miteinander sprechen können. Genau hier gehen in der Praxis die meisten Projekte schief – deshalb plane ich beide Komponenten immer zusammen.
Die Rechnung an einem Beispiel
Wer 10.000 Kilometer im Jahr fährt, braucht etwa 1.800 kWh Strom. Laden Sie davon die Hälfte mit eigenem Sonnenstrom, sparen Sie gegenüber Netzstrom rund 200 bis 250 Euro pro Jahr – gegenüber einem Benziner deutlich über 1.000 Euro. Und nebenbei steigt der Eigenverbrauch Ihrer Anlage, was ihre gesamte Rechnung verbessert.
Mein Fazit
Wenn ein E-Auto geplant ist, sollte die Wallbox von Anfang an Teil des Energiekonzepts sein – nicht ein Nachkauf im Baumarkt. Die Technik ist ausgereift, die Ersparnis real. Es kommt nur darauf an, dass die Teile zusammenpassen.
