Das Problem: Sonne und Heizbedarf laufen gegenläufig
Im Sommer liefert Ihre Solaranlage am meisten Strom – aber die Wärmepumpe braucht fast nichts. Im Winter ist es umgekehrt. Deshalb deckt Photovoltaik in der Praxis etwa 25 bis 40 Prozent des Wärmepumpenstroms. Wer Ihnen mehr verspricht, rechnet schön.
Warum es sich trotzdem doppelt lohnt
- Übergangszeit: Im Frühjahr und Herbst läuft die Wärmepumpe oft komplett mit Sonnenstrom – das sind viele Monate im Jahr.
- Warmwasser: Ihr Warmwasser können Sie von April bis Oktober fast vollständig mit der Sonne machen.
- Betriebskosten: Jede Kilowattstunde vom Dach kostet Sie etwa 8 bis 10 Cent in der Erzeugung – statt 30 Cent und mehr vom Versorger.
Unterm Strich senkt die Kombination Ihre Heizkosten deutlich stärker, als es jede der beiden Techniken allein könnte.
Worauf es bei der Planung ankommt
Damit das Duo funktioniert, müssen beide Systeme miteinander sprechen. Eine gute Wärmepumpe hat eine sogenannte SG-Ready-Schnittstelle: Sie springt bevorzugt dann an, wenn Ihr Dach gerade Überschuss produziert. So wird Ihr Haus selbst zum Speicher – die Wärme im Estrich und im Pufferspeicher kostet Sie nichts.
Mein Fazit
Wärmepumpe und Photovoltaik sind kein Entweder-oder, sondern zwei Hälften eines Konzepts. Wer beides zusammen plant – am besten von Anfang an – heizt nicht nur günstiger, sondern macht sich Stück für Stück unabhängig von Öl, Gas und Strompreisen.
