Frage 1: Welche Vorlauftemperatur braucht Ihr Haus?
Die Wärmepumpe arbeitet am effizientesten, wenn das Heizwasser nicht heißer als etwa 55 Grad sein muss. Der einfachste Test: Stellen Sie an einem kalten Wintertag die Heizung auf 50 bis 55 Grad Vorlauf. Wird das Haus warm, ist es wärmepumpentauglich – so wie es ist.
Frage 2: Wie groß sind Ihre Heizkörper?
Fußbodenheizung ist ideal, aber kein Muss. Auch normale Heizkörper funktionieren, wenn sie groß genug sind. Oft reicht es, zwei bis drei kritische Heizkörper gegen größere Modelle zu tauschen – für ein paar hundert Euro statt einer Komplettsanierung.
Frage 3: Wie ist der Dämmzustand?
Ein Haus muss nicht auf Neubauniveau gedämmt sein. Aber jede sinnvolle Maßnahme – neue Fenster, gedämmte oberste Geschossdecke – senkt die nötige Heizleistung und damit sowohl die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten der Wärmepumpe. Die Reihenfolge lautet: erst die günstigen Dämm-Maßnahmen, dann die Wärmepumpe passend dimensionieren.
Mein Fazit
Der Altbau ist kein Ausschlusskriterium, sondern eine Planungsfrage. Mit einer sauberen Heizlastberechnung und dem Vorlauftest wissen Sie schnell, woran Sie sind. Und mit der aktuellen Heizungsförderung von bis zu 70 Prozent ist der Zeitpunkt für den Umstieg so günstig wie selten.
