Zwei Wege zum Nachrüst-Speicher
Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze: AC-Speicher haben einen eigenen kleinen Wechselrichter und werden unabhängig von Ihrer bestehenden Anlage angeschlossen – das funktioniert praktisch immer, egal welcher Wechselrichter bei Ihnen hängt. DC-Speicher werden direkt an einen Hybrid-Wechselrichter angeschlossen und arbeiten etwas effizienter – dafür muss meist der Wechselrichter getauscht werden.
Wann sich welcher Weg lohnt
- Ihr Wechselrichter ist noch jung: AC-Speicher dazu, fertig. Geringster Eingriff, schnellste Lösung.
- Ihr Wechselrichter ist über 10 Jahre alt: Dann lohnt oft der Tausch gegen ein Hybridgerät – Sie erneuern das Herz der Anlage und bekommen den Speicheranschluss gleich mit.
- Ihre Anlage bekommt noch hohe Einspeisevergütung aus alten Jahren: Hier muss man genau rechnen, ob Eigenverbrauch überhaupt der bessere Deal ist.
Die richtige Größe – auch beim Nachrüsten
Es gilt dieselbe Faustregel wie beim Neubau: rund 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Entscheidend ist Ihr Verbrauchsprofil heute – und was in den nächsten Jahren dazukommt, etwa ein E-Auto oder eine Wärmepumpe.
Mein Fazit
Nachrüsten ist fast immer machbar, aber nicht immer auf demselben Weg sinnvoll. Ich schaue mir Ihre bestehende Anlage an – Alter, Wechselrichter, Vergütungssatz – und sage Ihnen ehrlich, ob sich der Speicher rechnet und welcher Weg der richtige ist.
