Reinigung: Der Regen macht das meiste
Bei Dächern mit mindestens 15 Grad Neigung erledigt der Regen die Reinigung weitgehend selbst. Normaler Staub und Blütenpollen waschen sich ab, der Ertragsverlust durch leichte Verschmutzung liegt meist unter 5 Prozent. Anders sieht es aus bei flach geneigten Anlagen, in der Nähe von Landwirtschaft oder unter Bäumen – hier kann sich eine professionelle Reinigung alle paar Jahre lohnen. Wichtig: nie mit dem Hochdruckreiniger und nie selbst aufs Dach.
Der wichtigste Wartungsdienst ist kostenlos: Ihr Blick in die App
Die meisten Probleme verraten sich zuerst im Monitoring. Werfen Sie einmal im Monat einen Blick auf die Erträge und vergleichen Sie mit dem Vorjahresmonat. Ein plötzlicher Einbruch bei ähnlichem Wetter ist ein Signal – lange bevor Sie es auf der Stromrechnung merken. Genau dafür richte ich das Monitoring bei jeder Anlage verständlich ein.
Was in den Sichtcheck gehört
- Alle paar Jahre eine elektrische Prüfung durch den Fachbetrieb: Steckverbindungen, Leitungen, Wechselrichter – besonders sinnvoll vor Ablauf von Garantiefristen.
- Nach schweren Stürmen: Ein Blick vom Boden mit dem Fernglas auf Module und Halterungen.
- Der Wechselrichter: Lüftungsschlitze frei halten, Fehlermeldungen ernst nehmen. Er ist das Bauteil, das am ehesten einmal Aufmerksamkeit braucht.
Mein Fazit
Eine Solaranlage braucht kein teures Rundum-Sorglos-Paket, sondern ein waches Auge und alle paar Jahre einen Profi-Check. Seien Sie skeptisch bei Haustürangeboten für „dringend nötige" Reinigungen – und fragen Sie im Zweifel jemanden, der nicht am Putzen verdient.
