Die alte Regel – und warum sie überholt ist
Lange wurde empfohlen, pro 1.000 kWh Jahresverbrauch etwa 1 kWp zu installieren. Diese Regel stammt aus einer Zeit hoher Modulpreise. Heute machen die Module nur noch einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus – Gerüst, Montage, Elektrik und Anmeldung kosten fast dasselbe, egal ob 6 oder 12 kWp aufs Dach kommen.
Warum größer meist klüger ist
- Der Preis pro kWp sinkt mit der Größe: Die Fixkosten verteilen sich auf mehr Leistung.
- Ihr Verbrauch wird steigen: E-Auto, Wärmepumpe, Klimagerät – was heute überdimensioniert wirkt, ist in fünf Jahren passgenau.
- Winterertrag: Eine größere Anlage liefert auch in den dunklen Monaten genug für die Grundlast.
Wo die sinnvolle Grenze liegt
Es gibt zwei natürliche Grenzen: die Dachfläche und die Wirtschaftlichkeit des letzten Moduls. Module in dauerhaft stark verschatteten Ecken oder auf ungünstigen Restflächen bringen wenig. Auch technische Schwellen – etwa beim Netzanschluss oder Zählerschrank – können eine Rolle spielen. Deshalb gilt: das Dach sinnvoll ausnutzen, nicht stur vollpflastern.
Mein Fazit
Meine Faustregel aus der Praxis: So groß, wie das Dach es sinnvoll hergibt – und mindestens so groß, dass Ihre Pläne der nächsten zehn Jahre hineinpassen. Über die Details sprechen wir am besten mit Ihrem Dach vor Augen.
