Notstrom: Die Steckdose am Speicher

Bei einfachen Notstromlösungen hat der Speicher eine eigene Steckdose, die bei Ausfall manuell genutzt werden kann. Sie können dort Kühlschrank oder Router anschließen – das Hausnetz selbst bleibt dunkel. Für gelegentliche kurze Ausfälle reicht das oft völlig.

Ersatzstrom: Das Haus läuft weiter

Ersatzstromfähige Systeme trennen das Haus bei einem Ausfall automatisch vom Netz und versorgen ausgewählte Stromkreise weiter – nach wenigen Sekunden Umschaltzeit. Licht, Heizungssteuerung und Kühlgeräte laufen weiter, ohne dass Sie etwas tun müssen. Dafür braucht es einen passenden Wechselrichter und eine Umschalteinrichtung im Zählerschrank.

Full Backup: Alles, auch die Anlage selbst

Die Königsklasse: Das ganze Haus wird versorgt, und – das ist der entscheidende Punkt – die Solaranlage lädt den Speicher während des Ausfalls weiter nach. Ohne diese Funktion ist der Speicher nach einigen Stunden leer, selbst wenn draußen die Sonne scheint. Full Backup kostet spürbar mehr und will gut begründet sein.

Mein Fazit

Fragen Sie beim Angebot nicht „Hat der Speicher Notstrom?", sondern: „Was genau läuft bei Ausfall weiter – und lädt die PV dann nach?" Für die meisten Haushalte ist einfacher Ersatzstrom der beste Kompromiss aus Sicherheit und Kosten. Ich sage Ihnen ehrlich, ob sich mehr für Sie lohnt.