Der wichtigste Punkt zuerst: Eigenverbrauch
Früher hat man Solarstrom eingespeist und gut daran verdient. Heute ist es genau umgekehrt: Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, spart Ihnen rund 30 bis 35 Cent. Für eingespeisten Strom bekommen Sie nur noch wenige Cent. Die Anlage lohnt sich also vor allem dann, wenn Ihr Strom bei Ihnen im Haus bleibt.
Ein Rechenbeispiel aus der Praxis
Nehmen wir ein typisches Einfamilienhaus bei Stade: 4 Personen, etwa 4.500 kWh Stromverbrauch im Jahr, Dach nach Süden.
- Anlage: 10 kWp Photovoltaik, Kosten rund 16.000 bis 18.000 Euro schlüsselfertig
- Ertrag: etwa 9.500 kWh Sonnenstrom pro Jahr
- Eigenverbrauch ohne Speicher: rund 30 Prozent
- Ersparnis plus Vergütung: je nach Verbrauch etwa 1.200 bis 1.500 Euro im Jahr
Damit hat sich die Anlage nach gut 11 bis 13 Jahren bezahlt gemacht – bei einer Lebensdauer von 25 Jahren und mehr. Alles danach ist Gewinn.
Was die Rechnung deutlich besser macht
Spannend wird es, wenn Sie größere Verbraucher ins Haus holen: eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder einen Batteriespeicher. Dann steigt Ihr Eigenverbrauch auf 60 Prozent und mehr – und die Anlage rechnet sich mehrere Jahre schneller. Genau deshalb plane ich nie nur „eine Solaranlage“, sondern immer das ganze Energiekonzept.
Mein Fazit
2026 ist kein schlechtes Jahr für Photovoltaik – es ist nur ein anderes. Wer seine Anlage auf den eigenen Verbrauch zuschneidet, statt einfach das Dach vollzulegen, bekommt heute eine der sichersten Investitionen, die es für Hausbesitzer gibt.
